47. Meißner Hallenturnfest

30. Januar bis 1. Februar 2004


Traditionell findet am ersten Wochenende im Februar das Meißner Hallenturnfest statt. Auch in diesem Jahr hatte die Porzellanstadt wieder Turnerinnen und Turner aus ganz Deutschland und sogar aus der Tschechischen Republik angelockt, um sich an den Geräten zu messen.
Thomas Krug und Hartmut Scherner sowie die Weinheimer Florian Fritsch und Jaana Quester hielten die Fahnen des TUS Gau-Bischofsheim bei den Wettkämpfen hoch. Die Männer starteten im kleinen Pokal in jeweils anderen Riegen. Dadurch wurde ein direkter Vergleich der Turner erschwert. Jeder versuchte bestmöglich seine eigens einstudierten Übungen den Kampfrichtern und dem zahlreich vorhandenem Publikum zu präsentieren. Am Pauschenpferd saß ein besonders wachsames Auge, der mitgereiste Kampfrichter Christian Bader. Jeder Technik- oder Haltungsfehler führte promt zu ein paar Zehntel Punktabzug. So blieben schnell von 10 Punkten Ausgangswert nur noch 8 oder 9 Punkte übrig. Am Ende des Wettkampfen standen die Plazierungen fest. In dem 47 Mann starken Teilnehmerfeld erreichte Hartmut Scherner den 21. Rang, Florian Fritsch den 29. Rang und Thomas Krug den 32. Platz.
Einen hervorragenden Wettkampf absolvierte die Weinheimerin Jaana Quester. Mit durchweg guten Noten ging sie von den Geräten. Lediglich am Balken war sie etwas vom Pech verfolgt. Auf dem nur 12 cm breiten Gerät stürzte sie zweimal bei leichten Übungsteilen ab, wodurch sie mindestens einen Punkt verlor. Sie konnte sich jedoch noch einen Platz unter den ersten zehn Turnerinnen sichern. Ohne die Stürze am Balken hätte sie ohne weiteres den zweiten Platz belegen oder die ersehnte Trophäe aus Meißner Porzellan mit nach Hause nehmen können. Nun bleibt jedoch nur die Chance im nächsten Jahr erneut so gut zu turnen, um auf das Siegertreppchen zu gelangen.
Abends fand in der Gewichtheber-Halle eine Turnerparty statt. Diese verlief jedoch nicht ohne Wettkämpfe in weiteren Disziplinen, wodurch aus einem Sechskampf sogar ein Achtkampf wurde, was die Vielseitigkeit der Turner unter Beweis stellt. Einer der Wettkämpfe bestand darin, auf einem Stuhl mit der einen Hand an der Lehne und der anderen Hand an der Sitzfläche, möglichst lange im Handstand zu stehen. Da heisst es schon mal eine Minute lang die Zähne zusammenzubeißen und die Füße nach oben zu strecken, bis der Letzte keine Kraft mehr besitzt und aufgeben muss. Eine andere Disziplin lag den Rheinhessischen Turnern jedoch besser. Die Bierstaffel konnten sie mit einem dritten Platz für sich entscheiden.
Am nächsten Tag stand noch ein kurzes Kulturprogramm auf der Tagesordnung. Dresdens Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise der Zwinger, die Semperoper oder die Frauenkirche lockten. Nach einer kleinen Stärkung traten die Turner bei frühlingshaften Temperaturen die 500 km Heimreise an.